Über Vertrauen

Wer nicht an sich glaubt erreicht auch die kleinsten Ziele nicht. Selbstvertrauen ist eine variable Grösse und bestimmt deshalb mit, wie leicht wir an unsere Ziele kommen. Dieses Vertrauen kann man verlieren, aber auch schulen.
Jemandem dem ständig alles gelingt, muss scheinbar nichts tun. Er befindet sich in einer ständig positiv aufschaukelnder Bewegung. Bei einem "Looser" ist das Gegenteil der Fall. Sogenannte Talente und "Genies" sind Gewinnernaturen. Sie leisten nichts besonderes, wenn sie für sich ganz "normale" Aufagben vollbringen, auch wenn sie auf uns sehr beeindruckend wirken. Wenn sie sich allerdings in die Zügel legen kommen wirklich hervorragende Resultate raus. In einer solchen Situation muss auch eine talentierte Person viel üben und kommt um gewisse Frustrationen nicht mehr rum. Das Leben wird schwiriger, aber auch interessanter.
Dies soll allen Schülern zum Credo werden: wenn man bei einem Problem ansteht und es darauf hin lösen kann, löst dies Befriedigung aus!

 

Gründe für das Fehlen von Vertrauen

1. Schon als Kind wurde ihr (der Person) gesagt sie könne nichts.

2. Ängste wie Höhenangst, Verletzungsangst usw. (Die wahren Gründe sitzen allerdings noch tiefer).

3. Eine Serie schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit

4. Die Person macht etwas völlig neues

5. Geistig abgespannt und müde.

 

Wie ich das Vertrauen steigern kann

Es gibt verschiedene Möglichkeiten unser Vertrauen zu steigern. Ihre Effizienz hängt wiederum von deiner Kompetenz den Gründen des Mangels an Vertrauen ab. So gibt es die:
- Psychoanalyse
- Bewegungstherapien (Feldenkrais u.A.)
- Soviel Arbeiten bis durch positive Ergebnisse das Selbstvertrauen ansteigt.
- Richtige Pädagogik

Die letzten beiden Methoden stehen uns als Skilehrer zur Verfügung. Alleine übt ein Skifahrer eher wenig, denn gewisse Skifahrer haben das Gefühl dies sähe doof aus, andere haben "keine Zeit" oder haben sonstige Ausflüchte. Deshalb kommt er zu uns, wo wir ihm den richtigen Rahmen geben können . Des weitern lernt er mit einer geschickten Führung (Pädagogik) wesentlich schneller.

 

 

 

Pädagogik

Wichtige Punkte

Zu jeder Übung musst den Zweck kennen und ein Ziel vor Augen haben

Vom Leichten zum Schwierigen

Vom Bekannten zum Unbekannten

Den Schüler zur Unabhängigkeit führen

Nicht zu hohe Anforderungen stellen

Falls dies doch geschehen ist, den Mut haben "zurück zu buchstabieren"

Aufzeigen was er gelernt hat (Komplimente)

Immer wieder sagen wenn er was gut gemacht hat.

Wenn er es nicht gut macht, sagen/zeigen wie es besser geht

Pass auf, dass du immer das vorzeigst, was du gesagt hast (manchmal glauben wir etwas zu machen was wir in Wirklichkeit nicht tun )

Nicht negativ ausdrücken sondern positiv, d.h. die Lösung vorschlagen(Am Bügellift: "nicht absitzen" ist falsch ausgedrückt, besser: "steh auf")

Gelände gut auswählen (Höhenangst verträgt kein zu offenes Gelände)

Den Weg auf der Piste gut auswählen, schräg in ein steileres Stück rein fahren, keine "eisigen" Stellen usw.

Die Pistenränder sind oft weniger hart

Den Schüler nahe bei sich behalten wenn er Angst hat (z.T. beinahe Körperkontakt)

Immer ruhig bleiben, normal laut sprechen.

Wenn momentan viel Verkehr ist, anhalten!

Lehrer rückwärts fahren um den Schüler im Auge zu behalten: beidseitiger Sichtkontakt!

Mit dem Schüler beim Fahren sprechen um ihn (von Problemen) ab zu lenken

Wenn ein Schüler plötzlich anfängt viel zu reden, hat er Angst

In einer schwierigen Passage wenn möglich nicht anhalten

Übungen variieren, nicht zu lange auf derselben Bewegung herumhaken.

Nie zwei neue (verschiedene) Dinge auf einmal machen. Na ja, scheinbar gibt es da Ausnahmen

Die Kombination von 2 Bewegungen geht erst wenn beide einzeln gefestigt sind


Was du als Lehrer ständig kontrollieren musst:

Am Anfang schaut der Schüler immer seinen Ski an, er muss nach und nach den Blick anheben und spüren was sein Körper tut.

Nie ein Hindernis an schauen, immer hinschauen man durch will... Fokus

Also: beim Ausführen einer Übung nicht den Skilehrer anschauen (er/sie sucht Bestätigung/Sicherheit), ausser es sei ausdrücklich verlangt

Bei einer Schrägfahrt nicht ins Tal schauen, sonst dreht er gegen das Tal

Die Kopfbewegung löst oft eine Schulter- und Hüftbewegung aus, was zum drehen führt

Bei Angst erhöht sich manchmal der Atemrhythmus! Tief ein- und ausatmen.

 

 

 

Übungen für Anfänger

Alle Übungen stehend, wie auch fahrend, im Flachen wie auch am Hang!

Übungen ohne Skis

Auf einem Bein stehend die Augen schliessen

Dasselbe mit Kopf nach hinten!

Leicht in die Knie gehen, dann auf die Schuhspitzen stehen und wieder auf die Fersen

Springen und 180° drehen (ev. 360° ), links / rechts

Auf den Schuhen rutschen, ev. in der Hocke

Trottinette auf den Schuhen, ohne Stöcke eine (leichte!) Piste runter

Zu zweit Rücken an Rücken, in die Hocke gehen und wieder aufstehen

 

 

Keine Angst vor dem Weggleiten

Immer seitlich in ein steileres Pistenstück einfahren

In den Schnee liegen, Ski hoch nehmen und versuchen zu rutschen

Dasselbe, aber Ski nun auf der Bergseite (erst vorzeigen!)

Skilehrer kann an den Skiern ziehen und dann loslassen, der Schüler stoppt von alleine!

Eine Rolle machen, damit die Skies auf der Talseite des Körpers zu liegen kommen

 

 

Stürzen

Gewisse Leute müssen lernen zu stürzen

Wenn es nicht mehr geht, immer gegen den Berg fallen lassen (üben)

Speziell im Pflug, nie zwischen die Ski fallen lassen sonst fahren wir Schlitten

also sich auf die Seit werfen (üben!)

Sehr wichtig auch, möglichst schnell selbständig aufstehen lernen

Schweren und ungelenken Leuten muss man helfen, damit sie ihre Kraft für das Lernen und Fahren behalten

 

 

 

Ungewöhnliche Bewegungen und Gleichgewicht

Auf einem Ski stehen: im Flachen, am Hang auf harter Piste.

Auf einem Bein hüpfen: im Flachen, am Hang, Bergbein / Talbein

Von einem Bein auf das andere hüpfen, im Flachen, am Hang

Im Flachen hüpfen und beide Skis leicht drehen

Nach vorne und hinten wippen.

Beide Skispitzen/ Skienden beim Hüpfen anheben

verschiedene Spitzkehren

In leichter Piste geradeaus, Knie abwechslungsweise nach innen / aussen

Mit den Händen in den Schnee greifen

Auf einem Bein rutschen (Bergbein / Talbein)

Oberkörper gegen das Tal / den Berg neigen (wenn man gegen den Berg liegt rutscht man weg!)

Auf einer "relativ" steilen Piste in der Schrägfahrt hüpfen, ohne zu rutschen

Aus dem Stand seitlich zum Tal hin springen

Aus der Fahrt seitlich nach unten hüpfen

Bogentreten in allen Variationen und Situationen

Bogentreten rückwärts

Im Pflug rückwärts fahren

Dasselbe, zwischen den Beinen durchschauen

Nach hinten schräg fahren, dann rutschen lassen

Dasselbe mit fakie Bergschwung um zu stoppen

Suppenteller (360° um die eigene Achse drehen)

Nach jeder Kurve einen Suppenteller machen

Nach jeder Kurve halber Suppenteller bergwärts, dann vorwärts weiter und wiederholen

Fakie fahren und halber Suppenteller, bergwärts beginnend als Kurven

Auf flacher Piste, ein Kurve hüpfend drehen

Auf flacher Piste fahrend 180° springen und fakie weiterfahren, rückwärts schauen

Aus dieser Fakie Position zurückspringen

Dasselbe in der Schrägfahrt wiederholen

Pfauenrad

Mit verbundenen Augen fahren, der Stimme oder Befehlen folgen

Nicht der Skilehrer gibt die Befehle, sondern ein anderer Schüler (Partner)

 

 

 

Koordination / Gleichgewicht

Zu zweit fahren, an den Händen oder Stöcken haltend

An den Stöcken haltend fahrend umeinander drehen (Suppenteller)

Nur halber Suppenteller also einmal links, einmal rechts usw., dann Rollentausch

Syncro fahren (auch im Pflugdrehen möglich!)

Sich beim Fahren Gegenstände zuwerfen

Gegenstände aufheben, unten hin fahren

Während des Fahrens (Drehens) mit den Stöcken rhythmisch hinter dem Rücken schlagen

Beim Fahren einen Stock auf den ausgestreckten Armen balancieren

Auf unebener/unregelmässiger Piste rhythmische Bogen fahren

Auf Kommando drehen (unebene Piste!)

Aus dem Stand seitlich zum Tal hin springen

Schräg fahren, dann seitlich zum Tal hin springen

Javelin (ist für alle die parallel Schwingen machbar!)

Norweger

Norweger kann man auch gut in der Stube trocken üben (aber ohne Skis )

Wellen - Mulden fahren, auch auf kleinen Buckeln.

Immer schneller

Nur ein Buckel, nun aber gleichzeitig drehen

Das Gegenteil: auf dem Buckel springen

Auf dem Buckel springen und 180° drehen

Carvend den Bogen beginnen, dann in einen gerutschten parallel Schwung übergehen

Mit gerutschtem parallel Schwung beginnen, dann carvend beenden

Auf einem Bein am Hang fahren, Berg und Talski

Innenbein / Aussenbein des Schwunges anheben (Innenskischwung verlangt einen langen Aufbau)

Aus der Fall-Linie beginnen, Mit dem Kurven ässeren Ski abstossen

Schräg fahren, mit dem Bergbein abstossen und auf dem Talski (Innenski) drehen

Hüftknick zum Tal hin machen

Mit der Berghand in den Schnee greifen (Dies ergibt einen Hüftknick zum Tal)

Talbein gut abspreizen (Der Oberkörper kippt als Ausgleich zur Kurven Innenseite)

Aussenbein des Schwungs hinter den Rücken (Reuel)

Auf Innenski / Aussenski Carven

Auf buckliger Piste Kurzschwingen

Kurzschwingen ohne Stöcke, Hände hinter dem Rücken, usw.

Kurzschwungvarianten (z.B. Norweger -Schwede - Charleston - Ollie usw.)

Crab